Fußball Lesezeit 2 Min. Lesezeit 1 Min.

Fußball-EM – ein Turnier der Superlative

An der Europameisterschaft in Frankreich nehmen erstmals 24 Länder teil, mehr als je zuvor. Dies hat wesentliche Auswirkungen auf das Turnier selbst, den Veranstalter, die Fans – und auch auf die teilnehmenden Mannschaften.

Kernaussagen in Kürze:
  • Mit 24 Ländern nehmen an dieser Fußball-EM so viele Nationen teil wie noch nie zuvor.
  • Mit 2,5 Millionen Stadiontickets stehen mehr als doppelt so viele Eintrittskarten zur Verfügung als bei der EM vor vier Jahren.
  • Die UEFA schätzt den Erlös aus dem Verkauf der Übertragungsrechte für die insgesamt 51 Spiele auf rund 1 Milliarde Euro – 200 Millionen Euro mehr als 2012.
Zur detaillierten Fassung

Nach 1960 und 1984 richtet Frankreich in diesem Jahr zum dritten Mal eine Fußballeuropameisterschaft aus. Und wie bei jeder Welt- und Europameisterschaft gibt es neue Helden – den Waliser Gareth Bale, den Isländer Ragnar Sigurdsson oder den Deutschen Jonas Hector.

Doch auch unabhängig davon ist die EM in Frankreich ein Turnier der Höhenflüge – vielleicht haben die Franzosen ihr EM-Maskottchen auch deshalb „SuperVictor“ genannt.

Das fing schon mit der Qualifikation an, in der sich erstmals 54 Teams um die Startplätze stritten. Im Turnier selbst gab es in der Vorrunde mehr Gruppen als je zuvor und es wird erstmals ein Achtelfinale gespielt. Dadurch erhöht sich die Zahl der Spiele bei dieser EM auf 51 – vier Jahre zuvor in Polen und der Ukraine waren es nur 31 Partien.

Ein Fußballturnier der Rekorde: 51 Spiele, 2,5 Millionen Stadiontickets und 1 Milliarde Euro Erlös aus dem Verkauf der Übertragungsrechte.

Die höhere Zahl an Teams und Spielen hat auch ökonomische Auswirkungen. So haben viele Händler die Hoffnung, auch entsprechend mehr Merchandise-Artikel wie Trikots, Hüte und Schals zu verkaufen – ob diese Rechnung aufgeht, lässt sich allerdings erst nach Ablauf des Turniers sagen.

Bereits fest steht dagegen, was der neue Turniermodus für die teilnehmenden Teams, den Veranstalter und die Fans bedeutet:

Gut 2,5 Millionen Tickets standen dieses Jahr zur Verfügung, das waren 1,1 Millionen mehr als bei der EM 2012 – auch das ist ein Rekord.

Für die teilnehmenden Mannschaften erhöht sich die maximal mögliche Erfolgsprämie pro Team von 23,5 Millionen Euro bei der EM 2012 auf 27 Millionen Euro in Frankreich.

Auch der Veranstalter profitiert vom größeren Teilnehmerfeld: Die europäische Fußballunion (UEFA) schätzt den Erlös aus dem Verkauf der Übertragungsrechte für die 51 Spiele auf rund 1 Milliarde Euro, vier Jahre zuvor wurden nur gut 800 Millionen Euro eingenommen.

Abzuwarten bleibt, ob das Team des diesjährigen Titelträgers – Deutschland, Frankreich, Portugal oder Wales – noch einen weiteren Superlativ aufstellen kann. Portugal und Wales zum Beispiel könnten zum ersten Mal den Titel holen.

EM-Rekordtorschütze ist übrigens immer noch Michael Platini. Er erzielte 1984 neun Tore – und das in nur fünf Spielen.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene

Mehr auf iwkoeln.de