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Frühverrentung war gestern

Unternehmen in Deutschland müssen sich auf ältere Belegschaften einstellen. Die Deutsche Post AG und die Gewerkschaft ver.di haben darauf mit einem speziellen Tarifvertrag reagiert.

Kernaussagen in Kürze:
  • Unternehmen in Deutschland müssen sich auf ältere Belegschaften einstellen.
  • Der demografische Wandel lässt die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter schon in den kommenden zwei Jahrzehnten spürbar schrumpfen.
  • Die Deutsche Post und die Gewerkschaft ver.di haben darauf mit einem speziellen Tarifvertrag reagiert.
Zur detaillierten Fassung

Der demografische Wandel lässt die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter schon in den kommenden zwei Jahrzehnten spürbar schrumpfen. Gleichzeitig ändert sich die Altersstruktur (Grafik). Der Anteil der 20- bis 39-Jährigen sinkt, der Anteil der über 40-Jährigen steigt.

Weil auch die Belegschaften in den Unternehmen entsprechend altern, werden immer häufiger spezielle tarifliche Regelungen entwickelt. Nach der chemischen Industrie und der Stahlindustrie hat nun auch die Deutsche Post AG einen Demografietarifvertrag für alle voll- und teilzeitbeschäftigten Tarifkräfte abgeschlossen.

Dieser „Generationenvertrag“ verfolgt eine Doppelstrategie:

1. Wenn weniger junge Fachkräfte nachrücken, müssen die älteren länger arbeiten – möglichst bis zum 67. Lebensjahr. Das geht jedoch nur, wenn sie gesund bleiben. Insofern ist es sinnvoll, die (körperliche) Beanspruchung der älteren Arbeitskräfte zu reduzieren.

2. Niemand verschließt die Augen davor, dass nicht alle Älteren bis 67 durcharbeiten können. Deshalb werden Wege gesucht, damit diese Mitarbeiter auch ohne große Rentenabschläge vorzeitig in Ruhestand gehen können.

Das tarifvertragliche Kombinationsmodell der Post aus Altersteilzeit und Zeitwertkonten (Kasten) schlägt beide Fliegen mit einer Klappe:

Zum einen können die Beschäftigten zur Entlastung gegen Ende des Berufslebens die Arbeitszeit über einen längeren Zeitraum hinweg reduzieren.

Zum anderen kann, wer will, nach einer Freistellungsphase abschlagsfrei in Rente gehen (Kasten).

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