Deutschland-Umfrage Lesezeit 1 Min. Lesezeit 1 Min.

Fleißig, pünktlich, pessimistisch

Die Besucher der größten Industrieschau der Welt, der Hannover Messe, haben den Deutschen durchweg gute Noten ausgestellt. Bei Ausländern kommen vor allem die „typisch deutschen“ Tugenden gut an, so das Ergebnis einer Umfrage der Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult. Besonders skeptisch war nur eine Gruppe – die Bundesbürger selbst.

Kernaussagen in Kürze:
  • Die Besucher der größten Industrieschau der Welt, der Hannover Messe, haben den Deutschen durchweg gute Noten ausgestellt.
  • Bei Ausländern kommen vor allem die „typisch deutschen“ Tugenden gut an.
  • 56 Prozent der ausländischen Gäste und 60 Prozent der deutschen Befragten würden einem Freund uneingeschränkt empfehlen, in Deutschland zu leben und zu arbeiten.
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Autos, Bier und Currywurst – die Liste der Assoziationen zu Deutschland ist hinreichend bekannt. Was aber denken Menschen aus anderen Ländern über die Bundesbürger, und gibt es dabei Unterschiede zur deutschen Selbstwahrnehmung? Auf der Suche nach Antworten hat die IW Consult im Auftrag der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ mehr als 1.100 Besucher der Hannover Messe 2012 befragt. Eine positive Nachricht schon einmal vorweg (Grafik):

56 Prozent der ausländischen Gäs­te und 60 Prozent der deutschen Befragten würden einem Freund uneingeschränkt empfehlen, in Deutschland zu leben und zu arbeiten.

Worauf man sich bei einem Leben in Deutschland einlässt, scheint vielen klar zu sein: Die Befragten bestätigen die altbekannten Tugenden und Klischees als „typisch deutsch“ – nämlich Gründlichkeit, Zuverlässigkeit und Fleiß.

Zudem überzeugt die hiesige Innovationskraft sowohl die Bundesbürger als auch die Gäste. Mittelmäßig schneidet dagegen die Kreativität ab, noch schlechter die Flexibilität. Deutsche Messebesucher waren hier übrigens deutlich kritischer als die befragten internationalen Besucher.

Am wenigsten „typisch deutsch“ ist nach Meinung aller Befragten – egal, woher sie stammten – der Optimismus. Bei einem anderen Thema aber klaffen Fremd- und Selbstwahrnehmung weit auseinander: Während die Ausländer die Deutschen sehr wohl für freundlich und gastfreundlich halten, geben sich die Bundesbürger selbst bei diesen Eigenschaften eher schlechte Noten.

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