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Exporte schreiben Erfolgsstory

Der Exportsektor hat der deutschen Wirtschaft in den vergangenen Jahren immer wieder starke Impulse gegeben. Zugleich ist die Bundesrepublik aber auch ein wichtiger Abnehmer ausländischer Waren.

Kernaussagen in Kürze:
  • Der Exportsektor hat der deutschen Wirtschaft in den vergangenen Jahren immer wieder starke Impulse gegeben.
  • Zugleich ist die Bundesrepublik aber auch ein wichtiger Abnehmer ausländischer Waren.
  • Fahrzeuge und Maschine machten im vergangenen Jahr fast ein Drittel der Exporte made in Germany aus.
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Auch wenn die Konjunktur 2012 nicht mehr so brummt wie zuvor, erwarten viele deutsche Unternehmen weiterhin steigende Exporte (vgl. iwd 17/2012). Der positive Trend ist also ungebrochen (Grafik):

Seit dem Jahr 2000 sind die deutschen Warenausfuhren nominal um 87 Prozent gewachsen – preisbereinigt betrug das Plus 78 Prozent.

Im vergangenen Jahr verkauften die heimischen Unternehmen erstmals Industrieerzeugnisse im Wert von mehr als 1,1 Billionen Euro an ihre ausländischen Kunden.

Zwar kann Deutschland mit dem Tempo aufstrebender Schwellenländer wie China nicht ganz mithalten – der Anteil an den weltweiten Warenausfuhren ging zuletzt leicht auf 8,1 Prozent zurück. Dennoch belegt die Bundesrepublik damit hinter China und den USA Rang drei im globalen Ranking.

Kritiker erheben angesichts dieser Zahlen oft den Vorwurf, Deutschland erziele seine Exporterfolge auf Kosten anderer Länder (vgl. iwd 11/2012). Dabei ist der deutsche Außenhandel keineswegs eine Einbahnstraße: Die Einfuhren entwickelten sich im vergangenen Jahrzehnt ähnlich dynamisch wie die Ausfuhren – sie stiegen um real 71 Prozent.

Die Kraft des deutschen Außenhandels zeigt sich auch in der Relation zur Wirtschaftsleistung:

Der Anteil der Warenexporte am Bruttoinlandsprodukt (BIP) kletterte seit 2000 von 29 auf 41 Prozent, bei den Importen erhöhte sich die Quote von 26 auf 35 Prozent.

Damit ist Deutschland stärker außenhandelsorientiert als alle anderen großen Volkswirtschaften. Lediglich in einigen kleineren Ländern wie in Belgien und den Niederlanden ist der Anteil der Aus- und Einfuhren am BIP deutlich höher – allerdings prägt dort auch der Transithandel über die großen Seehäfen die Quote.

Zu den wichtigsten Kunden der deutschen Wirtschaft zählen Frankreich und die USA – allein in diese beiden Länder gingen 2011 Warenexporte im Wert von 175 Milliarden Euro. Beliefert werden die Unternehmen und Verbraucher in Deutschland vor allem von den Niederlanden, dicht gefolgt von China.

Deutschland kauft im Ausland eine breite Palette von Waren ein, wobei immerhin 10 Prozent der Importe auf EDV-Güter sowie elektronische und optische Produkte entfallen. In der Gegenrichtung punkten die deutschen Hersteller bei ihren ausländischen Kunden in erster Linie mit Gütern aus zwei Industriebereichen:

Fahrzeuge und Maschine machten im vergangenen Jahr fast ein Drittel der Exporte made in Germany aus.

Die hiesige Wirtschaft ist aber auch im grenzüberschreitenden Dienstleistungshandel aktiv. Vor allem mit Gütertransporten zu Wasser und in der Luft verdienten die Deutschen Geld; die Ausgaben dagegen waren zu einem großen Teil auf die Reiselust der Bundesbürger zurückzuführen.

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