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Europäische Vielfalt

Die Währungsunion hat heute 17 Mitgliedsstaaten. Zwar zahlen alle mit dem gleichen Geld, doch die wirtschaftlichen Verhältnisse sind sehr unterschiedlich. Ein Überblick.

Kernaussagen in Kürze:
  • Die Währungsunion hat heute 17 Mitgliedsstaaten
  • Zwar zahlen alle mit dem gleichen Geld, doch die wirtschaftlichen Verhältnisse sind sehr unterschiedlich.
  • Während Luxemburg 2011 ein um Kaufkraftunterschiede bereinigtes Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 57.500 Euro je Einwohner erzielte, kam Estland nur auf 14.700 Euro.
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Krise und nichts als Krise – wenn derzeit vom Euro die Rede ist, geht es fast nur noch um Länder, die mit Schulden und Rezession zu kämpfen haben. Doch der Euroraum besteht nicht nur aus Sorgenkindern – die Staatenfamilie ist bunt. Das zeigen schon die großen Unterschiede in der Wirtschaftskraft (Grafik):

Während Luxemburg 2011 ein um Kaufkraftunterschiede bereinigtes Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 57.500 Euro je Einwohner erzielte, kam Estland nur auf 14.700 Euro.

Das Einkommensgefälle spiegelt sich in der Konsumstruktur wider – die Esten mussten zuletzt fast ein Viertel ihres Haushaltsbudgets für Essen und Trinken aufwenden, die Luxemburger nur gut ein Zehntel.

Erhebliche Unterschiede bestehen auch beim Außenhandel. Er ist in den Beneluxstaaten, in Estland und der Slowakei ein entscheidender Wirtschaftsfaktor. Dagegen machen die Exporte in Griechenland, Frankreich und Italien nur etwa ein Fünftel des BIP aus. Die Griechen liefern zudem einen relativ kleinen Teil ihrer Güter an die Euro-Nachbarn.

Wirtschaftlicher Erfolg hängt häufig mit einem innovativen Produktangebot zusammen. Finnland, Deutschland und Österreich inves­tieren daher besonders viel in Forschung und Entwicklung. Zypern dagegen hatte dafür zuletzt nur ein halbes Prozent s eines BIP übrig.

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