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Erfolgreiches Mentoring

Anders als im Fußball, wo nur 5 Prozent der früh geförderten Talente später den Sprung ins Profigeschäft schaffen, lohnt sich Talent­management in den Unternehmen in jedem Fall: Wer seine Beschäftigten fördert, kann das Gros der Führungspositionen intern besetzen.

Kernaussagen in Kürze:
  • Mehr als die Hälfte der Unternehmen in Deutschland fördert ihre Beschäftigten mit Coaching oder Mentoring-Angeboten oder bietet eine individuelle Karriereplanung an.
  • Wer seine Beschäftigten fördert, kann das Gros der Führungspositionen intern besetzen.
  • Umgekehrt haben lediglich 5 Prozent der Unternehmen, die ihre Führungspositionen ausschließlich mit externen Kandidaten besetzt haben, Coaching oder Mentoring angeboten.
Zur detaillierten Fassung

Mehr als die Hälfte der Unternehmen in Deutschland fördert ihre Beschäftigten mit Coaching oder Mentoring-Angeboten oder bietet eine individuelle Karriereplanung an (Grafik). Rund ein Drittel der Betriebe nutzt das Instrument der Potenzialanalyse, um Talente für Fach- oder Führungskarrieren zu identifizieren. Und das zahlt sich aus, wie das IW-Personalpanel 2013 zeigt:

Gut 90 Prozent der Unternehmen, die für einen Großteil ihrer Beschäftigten Coaching oder Mentoring anbieten, haben für alle neu zu besetzenden Führungspositionen interne Kandidaten gefunden.

Umgekehrt haben lediglich 5 Prozent der Unternehmen, die ihre Führungs­positionen ausschließlich mit externen Kandidaten besetzt haben, Coaching oder Mentoring angeboten.

Dass diese personalpolitischen Instrumente erfolgreich sind, bestätigen auch die Pilotunternehmen des Projekts EXIST-ING, einer Initiative für mehr Frauen in Führungspositionen. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales und vom Europäischen Sozialfonds gefördert und vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) gemeinsam mit dem Verein Deutscher Ingenieure durchgeführt. Drei Unternehmen waren langfristig an dem Projekt beteiligt:

  1. TÜV Rheinland. An dem Mentoring-Programm für künftige Fach- und Führungsfrauen haben im ers­ten Jahrgang 2013/2014 insgesamt 25 Mentoring-Tandems teilgenommen. Die Teilnehmerinnen gaben an, von dem Mentoring-Programm beruflich sehr zu profitieren.
  2. AMEDON GmbH. Mit einer Workshop-Reihe zu den Themen Projektmanagement und Team­entwicklung konnte das Dienstleistungsunternehmen aus Lübeck die Kompetenzen der Projektmanagerinnen erweitern.
  3. NextPharma Pharbil GmbH. Vom Kommunikationstraining über Zeitmanagement bis hin zu Führungs­seminaren: Das IW Köln hat diverse Workshops für angehende Führungsfrauen für das Pharmaunternehmen aus Waltrop veranstaltet.

Alle drei Unternehmen werden am 2. Oktober 2014 auf der Abschlussveranstaltung von EXIST-ING im IW Köln über ihre Erfahrungen berichten.

Weitere Infos: exist-ing.de

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