Familienunternehmen Lesezeit 1 Min. Lesezeit 1 Min.

Erfolgreiches Family-Business

Nicht nur im Mittelstand dominieren familieneigene Betriebe, auch in Tausenden von deutschen Großunternehmen hat die Familie das letzte Wort – sie tummeln sich vor allem in der Industrie.

Kernaussagen in Kürze:
  • Von zehn mittelständischen Unternehmen in Deutschland sind mehr als neun eigentümergeführte Familienbetriebe.
  • In Deutschland existieren rund 4.500 Familienunternehmen, die mehr als 50 Millionen Euro jährlich umsetzen – und dies oft mit deutlich mehr als 500 Mitarbeitern.
  • In Hamburg wohnen 2,1 Prozent der Bevölkerung, beim Anteil der großen Familienunternehmen kommt die Hansestadt auf stolze 4,4 Prozent.
Zur detaillierten Fassung

Von zehn mittelständischen Unternehmen in Deutschland sind mehr als neun eigentümergeführte Familienbetriebe. Das heißt, sie wurden entweder von der Elterngeneration auf den jetzigen Eigner übertragen oder sie stehen vor einem Generationenwechsel innerhalb der Verwandtschaft. Insgesamt gibt es in der Bundesrepublik rund 3,4 Millionen kleinere Familienunternehmen – also Einzelunternehmen, Personengesellschaften und GmbHs in Familienbesitz, die weniger als 500 Mitarbeiter beschäftigen und maximal 50 Millionen Euro im Jahr umsetzen.

Eine ganze Reihe familiengeführter Firmen sprengt allerdings diesen Rahmen – man denke nur an Schwergewichte wie Haribo, Trumpf oder Melitta. Das Institut für Mittelstandsforschung Bonn hat im Auftrag des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) ermittelt, wie viele Unternehmen es davon in der Bundesrepublik derzeit gibt:

In Deutschland existieren rund 4.500 Familienunternehmen, die mehr als 50 Millionen Euro jährlich umsetzen – und dies oft mit deutlich mehr als 500 Mitarbeitern.

Von Ausnahmen abgesehen – Meyra, der ehemalige europäische Marktführer für hochwertige Rollstühle aus Ostwestfalen, ist seit März 2013 insolvent – agieren große Familienunternehmen sehr erfolgreich: Ihr Umsatz ist seit dem Krisenjahr 2009 um durchschnittlich ein Viertel gestiegen. Nach zweistelligen Zuwächsen in den Jahren 2010 und 2011 schwächelte das Umsatzplus im Jahr 2012 mit nur noch 3 Prozent jedoch deutlich, sodass auch die Gewinne nachgaben (Grafik).

Die meisten größeren deutschen Familienunternehmen – rund ein Drittel – findet man in der Industrie, weitere 16 Prozent sind Familienholdings oder Managementgesellschaften, die überwiegend Industriebeteiligungen halten. Auch die 13 Prozent unternehmensnahe Dienstleister und Holdings arbeiten häufig der Industrie zu.

Ein Viertel der 4.500 umsatzstarken deutschen Familienunternehmen hat seinen Sitz in Nord­rhein-Westfalen, ein Fünftel ist in Bayern ansässig. Die Hauptstadt des Family-Business liegt jedoch im Norden:

In Hamburg wohnen 2,1 Prozent der Bevölkerung, beim Anteil der großen Familienunternehmen kommt die Hansestadt auf stolze 4,4 Prozent.

In Ostdeutschland gibt es insgesamt nur rund 300 große Familienunternehmen.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene

Mehr auf iwkoeln.de