Unfallversicherung Lesezeit 1 Min. Lesezeit 1 Min.

Erfolgreiche Zusammenarbeit

Der Trend zu immer weniger Arbeitsunfällen hat sich 2011 fortgesetzt – auch, weil sich Berufsgenossenschaften und Unternehmen in Sachen Prävention gemeinsam ins Zeug legen.

Kernaussagen in Kürze:
  • Der Trend zu immer weniger Arbeitsunfällen hat sich 2011 fortgesetzt – auch, weil sich Berufsgenossenschaften und Unternehmen in Sachen Prävention gemeinsam ins Zeug legen.
  • Im Vergleich zu 1990 hat sich das Unfallrisiko am Arbeitsplatz halbiert.
  • Im Jahr 2011 belief sich der Etat der Berufsgenossenschaften auf insgesamt 13,1 Milliarden Euro.
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Mit 25,8 gemeldeten Arbeitsunfällen je 1.000 Vollzeitbeschäftigten wurde 2011 der zweitniedrigste Wert seit der Wiedervereinigung erreicht (Grafik). Zwar hat sich die Sicherheitslage nicht in allen Branchen weiter verbessert, doch insgesamt ist die Entwicklung auf längere Sicht gesehen beeindruckend:

Im Vergleich zu 1990 hat sich das Unfallrisiko am Arbeitsplatz halbiert.

Dies ist nicht zuletzt den Berufsgenossenschaften zu verdanken. Als Träger der gesetzlichen Unfallversicherung zahlen sie nicht nur, wenn bei der Arbeit etwas passiert ist. Die Experten helfen auch, Unfällen vorzubeugen – etwa mit Richtlinien und Empfehlungen zum sicheren Umgang mit gefährlichen Stoffen oder Maschinen, zum Brandschutz oder zur ergonomischen Gestaltung der Arbeitsplätze.

Allein in den Berufsgenossenschaften der gewerblichen Wirtschaft kümmert sich fast die Hälfte der knapp 4.300 Beschäftigten in den Beratungs- und Aufsichtsdiensten darum, dass die Sicherheitsrichtlinien in den Betrieben eingehalten werden – im Jahr 2011 gab es dazu mehr als 509.000 Ortstermine.

Dies kommt zum einen den Beschäftigten in den Firmen zugute. Zum anderen profitieren die Arbeitgeber, denn sie werden, sofern sie sich an die Sicherheitsvorschriften halten, vor möglichen Haftpflichtansprüchen geschützt.

All diese Leistungen kosten eine Menge Geld:

Im Jahr 2011 belief sich der Etat der Berufsgenossenschaften auf insgesamt 13,1 Milliarden Euro.

Gut 40 Prozent davon flossen in Renten und Abfindungen, etwas mehr als ein Viertel in Heilbehandlungen und Rehabilitationsmaßnahmen. Die Unfallprävention beanspruchte dagegen mit gut 7 Prozent nur einen relativ kleinen Teil. Der Grund: Viele vorbeugende Maßnahmen schultern die Unternehmen selbst, indem sie in neue Maschinentechnik, ergonomische Bürostühle und Gesundheitsdienstleistungen investieren.

Anders als bei der Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung finanzieren die Unternehmen die gesetzliche Unfallversicherung allein. Der Beitrag richtet sich nach der Gefahrenklasse, in die ein Betrieb eingestuft wird. Im Jahr 2011 mussten die Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft im Durchschnitt 1,3 Prozent ihrer Entgeltsumme zahlen.

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