Produktivität der Regionen Lesezeit 1 Min. Lesezeit 1 Min.

Erfolg mit Autos und Banken

Die deutschen Städte und Kreise mit der höchsten Wirtschaftsleistung je Erwerbstätigen haben eines gemeinsam: Sie beheimaten besonders innovative, wissensintensive Industrie- und Dienstleistungsfirmen.

Kernaussagen in Kürze:
  • Die deutschen Städte und Kreise mit der höchsten Wirtschaftsleistung beheimaten besonders innovative, wissensintensive Industrie- und Dienstleistungsfirmen.
  • Wolfsburg, der Stammsitz von Volkswagen, erzielte 2011 mit gut 113.000 Euro das höchste Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen.
  • Während in den ländlichen Regionen Deutschlands nur rund jeder zwölfte Beschäftigte über einen Uni- oder Fachhochschulabschluss verfügt, ist es in den Städten jeder sechste.
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Die Vorzüge der Produktivitätshochburgen sind klar: Dank des Erfolgs der dort ansässigen Firmen sind die Einkommen hoch und die Städte und Gemeinden profitieren von üppigen Steuereinnahmen. Oft sind in diesen Regionen große Konzerne angesiedelt, die mit ihrem internationalen Flair die Attraktivität ihrer Standorte zusätzlich steigern.

Vor allem drei Branchen prägen die produktivitätsstärksten Regionen in Deutschland – allen voran die Automobilindustrie (Grafik):

Wolfsburg, der Stammsitz von Volkswagen, erzielte 2011 mit gut 113.000 Euro das höchste Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen.

Auf den Plätzen drei und sieben liegen der Audi-Standort Ingolstadt sowie der Landkreis Dingolfing-Landau mit seinem BMW-Werk.

Der zweitwichtigste Produktivitätstreiber sind unternehmensnahe Dienste wie die Immobilienverwaltung und die Forschung, die im Landkreis München als zweitproduktivste Region besonders stark vertreten sind. In Frankfurt am Main und den umliegenden Kreisen spielt dagegen die Finanzbranche die dominierende Rolle.

Insgesamt schneiden die großen Metropolen und ihr Umland besser ab als die ländlichen Gebiete – der Landkreis Havelland kommt als schlechteste ländliche Region nur auf ein Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen von 41.500 Euro. Der Grund ist, dass die Städte mit Standortvorteilen wuchern können. So sind die meisten Hochschulen dort angesiedelt. Deren Absolventen stehen den Betrieben vor Ort unmittelbar zur Verfügung. Die Folge:

Während in den ländlichen Regionen Deutschlands nur rund jeder zwölfte Beschäftigte über einen Uni- oder Fachhochschulabschluss verfügt, ist es in den Städten jeder sechste.

Für viele große Industriefirmen sind zudem wissensintensive Dienstleister wie Unternehmensberatungen und Anwaltskanzleien von Bedeutung. Auch diese konzentrieren sich in den Städten – dort arbeiten im Schnitt 26 Prozent der Beschäftigten in wissensintensiven Branchen, in den ländlichen Kreisen dagegen nur 16 Prozent.

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