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Eine Chance für Hartz-IV-Empfänger

Die Jobcenter können heute mehr Langzeitarbeitslosen und Geringqualifizierten einen Job vermitteln als früher. Dafür ist nicht zuletzt der sich abzeichnende Fachkräftemangel verantwortlich.

Kernaussagen in Kürze:
  • Die Jobcenter können heute mehr Langzeitarbeitslosen und Geringqualifizierten einen Job vermitteln als früher.
  • Zwei Drittel aller Arbeitslosen werden von Jobcentern betreut, sind also Empfänger von Arbeitslosengeld II.
  • Unternehmen geben neuerdings auch Langzeitarbeitslosen und Geringqualifizierten eine Chance – auch, weil andere Bewerber fehlen.
Zur detaillierten Fassung

Wer arbeitslos ist und in den vergangenen zwei Jahren mindestens zwölf Monate sozialversicherungspflichtig beschäftigt war, erhält von der örtlichen Arbeitsagentur Arbeitslosengeld. Wer keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld hat, kann beim Jobcenter Arbeitslosengeld II beantragen. Das Jobcenter wird gemeinsam von Arbeitsagentur und Kommune betrieben.

Zwei Drittel aller Arbeitslosen werden von Jobcentern betreut, sind also Empfänger von Arbeitslosengeld II (ALG II) – oder volkstümlich: Hartz IV.

Die ALG-II-Bezieher gehören überdurchschnittlich häufig zu den Problemgruppen des Arbeitsmarktes:

  • 46 Prozent sind ein Jahr oder länger ohne Job (Empfänger des regulären Arbeitslosengeldes: 14 Prozent).
  • 53 Prozent haben keine abgeschlossene Berufsausbildung (23 Prozent).
  • 18 Prozent haben keinen Schulabschluss (3 Prozent).

Langen Zeit hatten Hartz-IV-Arbeitslose schlechte Karten, wenn sie einen Job suchten. Unternehmen geben neuerdings auch Langzeitarbeitslosen und Geringqualifizierten eine Chance – auch, weil andere Bewerber fehlen (Grafik).

Hinzu kommt: Im Jahr 2012 fanden 731.000 Hartz-IV-Arbeitslose einen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt, umgekehrt kamen jedoch nur 640.000 Arbeitnehmer aus dem ersten Arbeitsmarkt neu in die Kartei der Jobcenter.

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