Duales Studium Lesezeit 1 Min. Lesezeit 1 Min.

Doppelt hält besser

Heute an der Uni gelernt, morgen im Unternehmen angewandt: Die Verbindung von Theorie und Praxis ist das größte Plus eines dualen Studiums. Immer mehr junge Menschen wissen das zu schätzen, aber auch die Unternehmen schwimmen ganz auf der „dualen Welle“.

Kernaussagen in Kürze:
  • Heute an der Uni gelernt, morgen im Unternehmen angewandt: Die Verbindung von Theorie und Praxis ist das größte Plus eines dualen Studiums.
  • Im vergangenen Jahr gab es in Deutschland 910 duale Studiengänge als Erstausbildung – also für junge Menschen mit Hochschulreife, die noch keine Ausbildung haben.
  • Allein 2012 gab es 3,5 Prozent mehr duale Studienangebote als im Jahr zuvor, die Zahl der teilnehmenden Firmen stieg um 12,5 Prozent, die der Studenten um 7,5 Prozent.
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Christian Romstedt aus Erfurt macht gerade seinen Bachelor of Engineering/Technisches Management an der Berufsakademie Eise­nach – und bei Schuler, einem Hersteller von Pressen. Theorie und Praxis in einem – das war für seine Entscheidung, dual zu studieren, ausschlaggebend. Der Bachelor of Engineering ist nur einer von vielen Studiengängen, aus denen Christian wählen konnte (Grafik):

Im vergangenen Jahr gab es in Deutschland 910 duale Studiengänge als Erstausbildung – also für junge Menschen mit Hochschulreife, die noch keine Ausbildung haben.

Knapp 44 Prozent dieser dualen Studiengänge sind ausbildungsintegrierende Angebote. Das heißt, neben dem Studium schließen die Nachwuchskräfte auch eine Berufsausbildung ab. Mittlerweile bieten mehr als 45.000 Unternehmen ein duales Studium an. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  1. Ausbildung eigener Fachkräfte. Der Nachwuchs wird für das Unternehmen passgenau und praxisnah qualifiziert.
  2. Einstellung leistungsstarker Schulabgänger. Mehr Studienanfänger bedeuten auch, dass Hochschulen und Unternehmen stärker um diese jungen Leute konkurrieren. Die Firmen bieten mit Studium und praktischer Berufsausbildung ein attraktives Paket.
  3. Bindung von Personal. Wer studiert und im Betrieb arbeitet, identifiziert sich oft stärker mit dem Unternehmen.

Allein 2012 gab es 3,5 Prozent mehr duale Studienangebote als im Jahr zuvor, die Zahl der teilnehmenden Firmen stieg um 12,5 Prozent, die der Studenten um 7,5 Prozent. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Studienfächern wider – vor allem für jene Berufe, in denen qualifizierte Fachkräfte fehlen. So nahm beispielsweise das Angebot an dualen MINT-Studiengängen – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik – innerhalb eines Jahres um fast 7 Prozent zu.

Unternehmen, die ein duales Studium anbieten, müssen meist zwar Kosten wie die Semestergebühren übernehmen. Da Hochschulen und Firmen aber zusammenarbeiten und theoretische Inhalte sowie Praxisphasen abstimmen, müssen die Absolventen dann nicht erst kostenintensiv eingearbeitet werden, sondern sind – wie Christian Romstedt bei Schuler – direkt einsatzfähig.

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