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Die Welt der Tiere

Im vergangenen Jahr haben 2,6 Millionen Menschen mindestens drei Mal einen der mehr als 200 deutschen Zoos, Tier- und Wildparks besucht.

Kernaussagen in Kürze:
  • 2,6 Millionen Menschen haben im Jahr 2014 mindestens drei Mal einen deutschen Zoo oder Tierpark besucht.
  • Allein der Berliner Zoo zog 2014 rund 3,3 Millionen Besucher an.
  • Der Zoo in Hannover setzte zuletzt 28 Millionen Euro pro Jahr um.
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Ein Nilpferd spaziert gemächlich durch die Straßen von Tiflis – dieses Bild ging vor einigen Tagen um die Welt. Der Hintergrund dieser Geschichte war allerdings bitterernst: Bei einer Überflutung wurde der Zoo in Georgiens Hauptstadt so stark beschädigt, dass sogar einige Raubtiere entfliehen konnten und ein Tiger einen Mann tötete.

Von solchen Extremen abgesehen, ist der Besuch von Zoos weltweit eine beliebte Freizeitbeschäftigung, auch in Deutschland (Grafik):

Der Berliner Zoo zog im vergangenen Jahr rund 3,3 Millionen Besucher an – mehr als jeder andere Tierpark in Deutschland.

Der Zoo in der Hauptstadt kann noch mit weiteren Superlativen aufwarten: Mit mehr als 20.000 Tieren ist er ebenso die Nummer eins in Deutschland wie bezüglich der Zahl an unterschiedlichen Spezies, es sind immerhin 1.500.

Der große Besucherandrang bringt einen entsprechenden Umsatz. Zwar gibt es nicht für alle Zoos und Tiergärten aktuelle Zahlen, doch selbst ein – gemessen an der Besucherzahl – vergleichsweise kleiner Zoo wie der in Hannover setzte zuletzt 28 Millionen Euro pro Jahr um. Diese Summe ergibt sich aus den Einnahmen durch Eintrittsgelder, Gastronomie, Veranstaltungen, Merchandising und Parkplatzgebühren. Nicht enthalten sind die Zuschüsse aus städtischen Haushalten und private Spenden.

Doch wer unterhält eigentlich die deutschen Zoos? Die im Verband der Zoologischen Gärten organisierten Tiergehege werden meist vom Land oder von Kommunen betrieben, manche gehören auch Stiftungen oder Vereinen. Sie können als gemeinnützige Aktiengesellschaften oder gemeinnützige Gesellschaften mit beschränkter Haftung geführt werden, wobei die Bezeichnung „gemeinnützig“ darauf hinweist, dass diese Gesellschaften ganz oder teilweise von der Steuer befreit sind. Nur wenige Zoos können von ihrer Rechtsform her Gewinne erzielen.

Dass Zoos, Tier- und Wildparks nicht gerade die größten Arbeitgeber sind, belegen zwei Zahlen:

  • Zum einen beschäftigen sie ganzjährig gerade einmal 4.000 Menschen, hinzu kommen noch ein paar Hundert Saisonkräfte.
  • Zum anderen hält der Beruf des Tierpflegers einen deutschen Rekord: In keinem anderen Ausbildungsberuf kommen auf je 100 Bewerber so wenig Stellen, nämlich ganze elf.

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