Betriebliche Altersversorgung Lesezeit 1 Min. Lesezeit 1 Min.

Die Mehrheit sorgt vor

Fast 60 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten haben eine Betriebsrente – zur Jahrtausendwende waren es erst knapp 50 Prozent. Eine Verpflichtung für die Arbeitgeber, ihren Mitarbeitern eine Zusatzrente anzubieten, schießt aber über das Ziel hinaus.

Kernaussagen in Kürze:
  • Die Unternehmen der privaten Wirtschaft organisieren die betriebliche Altersversorgung auf fünf unterschiedlichen Wegen.
  • Insgesamt hatten im Jahr 2013 rund 17,8 Millionen Arbeitnehmer Anspruch auf eine betriebliche Altersversorgung.
  • Lediglich 2,2 Prozent der Beschäftigten kombinieren ihre betriebliche Vorsorge mit der Riester-Förderung.
Zur detaillierten Fassung

Die Unternehmen der privaten Wirtschaft organisieren die betriebliche Altersversorgung auf fünf unterschiedlichen Wegen (Kasten). Der öffentliche Dienst bietet seinen Angestellten eine eigene Zusatzversorgung an. Insgesamt hatten im Jahr 2013 rund 17,8 Millionen Arbeitnehmer eine betriebliche Zusage.

Weil manche Arbeitnehmer gleich mehrere Anwartschaften haben, kommt man in der Summe auf über 20 Millionen Verträge (Grafik).

Angesichts dieses Befunds sind Forderungen der Politik nach einer verpflichtenden betrieblichen Altersvorsorge kaum nachzuvollziehen – zumal Deutschlands Arbeitnehmer auch noch privat vorsorgen. Ohne Direktzusage und Unterstützungskasse kombinieren lediglich 2,2 Prozent der Beschäftigten ihre betriebliche Vorsorge mit der Riester-Förderung. Demnach werden die meis­ten der aktuell 16 Millionen Riester-Verträge entweder zusätzlich zur betrieblichen Altersvorsorge oder stattdessen abgeschlossen. Hinzu kommen Kapitallebensversicherungen und Immobilien, die ebenfalls Teil der privaten Vorsorge sind.

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