Die Kosten der Raumfahrt
Nach mehr als fünf Jahrzehnten sollen wieder Menschen zum Mond. Für ihre Raumfahrtaktivitäten geben Großmächte wie die USA und China eine Menge Geld aus.
- Großmächte wie die USA und China wollen wieder zum Mond und dort Forschungsstationen errichten.
- Die USA investierten im Jahr 2024 fast 80 Milliarden Dollar in die Raumfahrt, China nahm mit knapp 20 Milliarden Dollar am zweitmeisten Geld in die Hand.
- Weltweit lagen die Ausgaben in 67 Ländern über der Marke von 10 Millionen Dollar. Mittlerweile hat mehr als die Hälfte aller Staaten auf der Welt einen eigenen Satelliten im Orbit.
Der Amerikaner Eugene Cernan war im Dezember 1972 der bislang letzte Mensch auf dem Mond. Anschließend konzentrierten sich die internationalen Aktivitäten im All auf die Platzierung von Satelliten, Rovermissionen und den Betrieb von Raumstationen. Nun erlebt die bemannte Raumfahrt aber eine Renaissance: Großmächte wie die USA und China wollen wieder zum Mond und dort Forschungsstationen errichten. Erst im April dieses Jahres umrundeten vier Astronauten – zwei Amerikaner, eine Amerikanerin und ein Kanadier – im Rahmen des Artemis-Programms, das die NASA gemeinsam mit internationalen Partnern betreibt, erfolgreich den Mond. Bis zum Jahr 2030 sollen Menschen wieder einen Fuß auf den Himmelskörper setzen.
Für ihre Aktionen im All geben die Staaten eine Menge Geld aus (Grafik):
Die USA investierten im Jahr 2024 fast 80 Milliarden Dollar in die Raumfahrt, China nahm mit knapp 20 Milliarden Dollar am zweitmeisten Geld in die Hand.
Deutschland landete mit gut 2,8 Milliarden Dollar auf Rang sechs.
Viele Länder investieren Milliarden in Raumfahrtaktivitäten. Mittlerweile hat mehr als die Hälfte aller Staaten auf der Welt einen eigenen Satelliten im Orbit.
Weltweit lagen die Ausgaben in 67 Ländern über der Marke von 10 Millionen Dollar. Mittlerweile hat mehr als die Hälfte aller Staaten auf der Welt einen eigenen Satelliten im Orbit, die Zahl hat sich seit der Jahrtausendwende mehr als verdoppelt.
Das führt unter anderem dazu, dass der Müll im All zunimmt: In der Erdumlaufbahn kreisen derzeit rund 46.000 Teile Weltraumschrott, das sind rund 44 Prozent mehr als Ende 2023. Darunter fallen alle von Menschen produzierten Objekte, die keine Funktion mehr erfüllen – zum Beispiel ausgediente Raketenoberstufen und abgeschaltete Satelliten. Den weitaus größten Teil machen aber Trümmerteile aus, die durch Explosionen, das Auseinanderbrechen von Raumfahrzeugen oder Kollisionen im Orbit entstehen. Der Weltraumschrott gefährdet die Raumfahrt zunehmend, so musste die Internationale Raumstation ISS bereits mehrmals bedrohlich nah kommenden Objekten ausweichen.