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Die Hausaufgaben der EU

Die Europäische Union soll für mehr Jobs sorgen, soziale Ungleichheiten beseitigen und die Probleme rund um das Thema Migration lösen. Dies geht aus einer neuen Befragung im Rahmen des Eurobarometers hervor.

Kernaussagen in Kürze:
  • Laut Eurobarometer halten die EU-Bürger die Arbeitslosigkeit für die größte Herausforderung der Europäischen Union.
  • Ein weiteres wichtiges Zukunftsthema ist der Abbau sozialer Ungleichheiten.
  • Der Umweltschutz gewinnt an Bedeutung. Deutlich mehr Befragte als im Vorjahr sehen hier Handlungsbedarf.
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Über die Zukunft der EU diskutieren kluge Köpfe nicht erst seit dem Brexit-Beschluss. Die Bürger selbst haben klare Vorstellungen darüber, welche Probleme die Staatengemeinschaft unbedingt anpacken sollte (Grafik).

Laut Eurobarometer halten 39 Prozent der Befragten die Arbeitslosigkeit für die größte Herausforderung, der sich die EU stellen muss. So viel Prozent der befragten Bürger in den 28 EU-Staaten sehen diese Themen als größte Herausforderungen für die EU

Das sind zwar 6 Prozentpunkte weniger als im Herbst 2016, dennoch hat das Thema für die EU-Bürger nach wie vor Top-Priorität. Von den Befragten aus Zypern, Griechenland und Spanien sind sogar mehr als 60 Prozent der Meinung, die EU müsse sich in erster Linie um mehr Jobs kümmern.

Die Arbeitslosigkeit ist aus Sicht der EU-Bürger die größte Herausforderung für die Europäische Union.

Der Abbau sozialer Ungleichheiten ist der Umfrage zufolge das zweitwichtigste Zukunftsthema. Für 50 Prozent der Bundesbürger ist dies sogar die EU-Aufgabe Nummer eins. Auch fast jeder zweite Litauer und Schwede sieht die EU hier besonders in der Pflicht. Das Thema Migration wiederum bewegt die Bürger Maltas, Tschechiens, Estlands und Ungarns am stärksten.

Zu den Herausforderungen, die nach Meinung der Befragten an Bedeutung gewonnen haben, zählen vor allem jene auf dem Gebiet der Ökologie:

Im Herbst 2016 zählten erst 13 Prozent der EU-Bürger den Umweltschutz zu den Top-Themen, ein Jahr später dagegen 18 Prozent.

Danach gefragt, um welche Angelegenheiten sich die Gesellschaft kümmern müsse, um die globalen Herausforderungen zu bewältigen, rückt der Schutz der Umwelt sogar auf Position zwei und wird von 35 Prozent genannt. Noch wichtiger ist für die EU-Bürger beim Blick auf die Welt nur das Thema soziale Gleichheit und Solidarität – 45 Prozent aller Befragten halten dies für die gesellschaftlich dringendste Aufgabe. Dagegen sind nur 23 Prozent der Auffassung, das Thema Freihandel/Marktwirtschaft müsse stärker in den Vordergrund rücken, um die globalen Probleme lösen zu können.

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