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Die größten Dax-Investoren kommen aus dem Ausland

Die 30 Dax-Unternehmen erfreuen sich bei institutionellen Investoren großer Beliebtheit. Kein Wunder: Trotz zahlreicher Krisen legte der deutsche Leitindex innerhalb eines Jahres um mehr als 20 Prozent zu.

Kernaussagen in Kürze:
  • Die deutschen Dax-Unternehmen erfreuen sich bei institutionellen Anlegern großer Beliebtheit.
  • Ende 2016 hielten institutionelle Investoren einen Anteil von rund 60 Prozent der Dax-Aktien.
  • Zum Vergleich: Private Anleger sind mit etwa 16 Prozent an Dax-Unternehmen beteiligt.
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Zu Beginn dieses Jahres waren laut einer Studie der Unternehmensberatung Ipreo Ltd. und des Deutschen Investor Relations Verbands institutionelle Investoren wie Banken, Versicherungen oder Staatsfonds die mit Abstand größte Dax-Investorengruppe.

Institutionelle Investoren halten einen Anteil von rund 60 Prozent der Dax-Aktien.

Zum Vergleich: Die Bundesrepublik kommt als Investor nur auf einen Anteil von 3,4 Prozent – sie hält beispielsweise Aktien der Telekom und der Deutschen Post.

Institutionelle Investoren halten einen Anteil von rund 60 Prozent der Dax-Aktien. Viele von ihnen kommen aus dem Ausland.

Gewichtigster Investor unter den Institutionellen ist der amerikanische Vermögensverwalter BlackRock, der an den größten deutschen Unternehmen Ende 2016 einen Anteil von 6,1 Prozent hielt – zu den damaligen Aktienkursen entsprach dies einem Wert von rund 62 Milliarden Dollar (Grafik). Auch die zweit- und drittgrößten institutionellen Dax-Investoren sitzen im Ausland: The Vanguard Group aus den USA hält 2,5 Prozent, der norwegische Staatsfonds 2,4 Prozent der Dax-Aktien.

So viel Prozent der Aktien der 30 deutschen Dax-Unternehmen gehörten Ende 2016 diesen institutionellen Investoren

Auch Dax-Unternehmen investieren in Dax-Werte

Doch auch deutsche Unternehmen, die zum Teil selbst im Dax vertreten sind, finden sich unter den Top Ten der Dax-Investoren. Die Deutsche Bank rangiert mit einem Anteil von 2,3 Prozent auf dem vierten Platz, die Allianz (1,4 Prozent) auf dem siebten und die DekaBank – das Wertpapierhaus der Sparkassen – landet mit 1,3 Prozent auf dem zehnten Platz.

Nach den institutionellen Investoren sind die sogenannten strategischen Investoren wie Bund, Stiftungen oder Eigentümerfamilien die zweitwichtigste Aktionärsgruppe der Dax-Konzerne:

Strategische Investoren halten annähernd 21 Prozent der Dax-Werte.

Doch auch Privatanleger interessieren sich immer mehr für die größten deutschen Unternehmen. Das zweite Jahr in Folge stieg ihr Anteil am Aktienbesitz: Privatpersonen sind derzeit mit rund 16 Prozent an Dax-Unternehmen beteiligt.

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