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Die Alten kommen

Die deutsche Bevölkerung altert. Im Jahr 2030 werden bereits 27 Prozent der Bundesbürger das 65. Lebensjahr erreicht haben. Weil die Zahl der Jüngeren gleichzeitig sinkt, müssen Ältere dafür gewonnen werden, länger berufstätig zu bleiben, damit genügend Fachkräfte zur Verfügung stehen.

Kernaussagen in Kürze:
  • Im Jahr 2030 werden bereits 27 Prozent der Bundesbürger das 65. Lebensjahr erreicht haben.
  • Ältere müssen dafür gewonnen werden, länger berufstätig zu bleiben, damit genügend Fachkräfte zur Verfügung stehen.
  • Baden-Württemberg und Bayern können ihre älteren Bürger öfter motivieren, länger an Bord zu bleiben.
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Verglichen mit anderen Ländern besteht hier allemal Luft nach oben. In Großbritannien und Schweden beispielsweise sind rund 15 Prozent der 65- bis 74-Jährigen erwerbstätig, in Deutschland aber nur knapp 9 Prozent. Allerdings sind die Erwerbstätigenquoten der Senioren in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich hoch. Ganz vorn liegen hier Baden-Württemberg und Bayern. Andere, auch wirtschaftsstarke Bundesländer können ihre älteren Bürger dagegen nicht so gut motivieren, länger an Bord zu bleiben.

Auch wenn jenseits der aktuellen Regelaltersgrenze noch große ungenutzte Fachkräftepotenziale bestehen, dürfte es hierzulande aus einem ganz bestimmten Grund noch eine Weile dauern, bis die Erwerbstätigenquoten der Schweden und Briten erreicht sind: Die Politik hat mit ihrer Entscheidung, Arbeitnehmern nach 45 Beitragsjahren eine abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren zu ermöglichen, der Frühverrentung Tür und Tor geöffnet. Vor allem Facharbeiter, die meist 45 Beitragsjahre vorweisen können, werden dem Arbeitsmarkt entzogen. Für viele Hochschulabsolventen ist dagegen mit 65 Jahren längst nicht Schluss. Immerhin 15 Prozent arbeiten einfach weiter – fast 40 Prozent davon sogar in Vollzeit.

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