Bayern Lesezeit 2 Min. Lesezeit 1 Min.

Der Himmel bleibt weiß-blau

Am 15. September – eine Woche vor der Bundestagswahl – wird der bayerische Landtag neu gewählt. An einer von der CSU geführten Regierung wird in München kein Weg vorbeiführen. Angesichts der guten Wirtschaftslage im Freistaat dürfte der Hang zu politischen Experimenten nur marginal ausgeprägt sein.

Kernaussagen in Kürze:
  • Angesichts der guten Wirtschaftslage in Bayern dürfte der Hang zu politischen Experimenten nur marginal ausgeprägt sein.
  • Bayern gehört nicht nur zu den größten Bundesländern, sondern seit vielen Jahren auch zu den wirtschaftlich stärksten Regionen in Deutschland.
  • Der Kraftfahrzeugbau, der Maschinenbau und die Elektroindustrie gehören zu den wichtigsten Industriezweigen im Freistaat.
Zur detaillierten Fassung

Bayern gehört nicht nur zu den größten Bundesländern, sondern seit vielen Jahren auch zu den wirtschaftlich stärksten Regionen in Deutschland. Im jährlichen Bundesländerranking von IW Consult, Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und WirtschaftsWoche belegt Bayern seit 2005 den ersten Platz.

Ein wesentlicher Faktor für das Top-Ranking ist der hohe Wohlstand in Bayern: Beim Bruttoinlandsprodukt je Einwohner befindet sich der Freistaat zusammen mit Hessen und Baden-Würt­temberg seit Jahren in der Spitzengruppe der Flächenländer.

Auch in puncto Arbeitsmarkt ist die weiß-blaue Bilanz makellos:

  • Die Arbeitslosenquote ist in Bay­ern nur halb so hoch wie im Bundesdurchschnitt. In vielen Landkreisen herrscht praktisch Vollbeschäftigung – das heißt, dort sind lediglich 2 bis 3 Prozent der Erwerbspersonen ohne Job.
  • Die Erwerbsquote liegt im größten deutschen Flächenland über der 80-Prozent-Marke, bundesweit gehen dagegen nur 76 Prozent der Einwohner zwischen 15 und 64 Jahren einer Beschäftigung nach.

Die gute Wirtschaftslage verdankt Bayern vorrangig seiner vielfältigen Wirtschaftsstruktur.

Der Kraftfahrzeugbau, der Maschinenbau und die Elektroindustrie gehören zu den wichtigsten Industriezweigen im Freistaat.

Die Industriestruktur weist eine lebendige Mischung aus großen Weltunternehmen wie BMW, Audi und Siemens sowie vielen kleinen und mittleren Betrieben auf. Beide Seiten profitieren von der Cluster-Bildung – denn zahlreiche mittelständische Firmen arbeiten als spezialisierte Zulieferer eng mit den großen Unternehmen zusammen.

Viele Betriebe sind aber auch eigenständig als „hidden champions“ auf den Weltmärkten unterwegs. Dies schlägt sich in einer hohen Exportleistung der bayerischen Industrie nieder: Diese erzielt 51 Prozent ihrer Umsätze im Ausland. Die Exportquote für die gesamte Bundesrepublik beträgt dagegen lediglich 45 Prozent.

Ein Schlüssel für diese Erfolge sind die gute Ausbildung der Arbeitnehmer und die Forschungsintensität der Unternehmen. In Bayern ist der Anteil der Ingenieure an allen Beschäftigten mit 3,3 Prozent um einen halben Prozentpunkt höher als im Bundesvergleich, und es sind auch mehr Erwerbstätige mit Forschungs- und Entwicklungsaufgaben betraut – nämlich 11 von 1.000 Beschäftigten gegenüber 8 von 1.000 im Bundesdurchschnitt.

Von dieser starken wirtschaftlichen Leistung profitieren auch andere. Bayern ist seit 1993 Nettozahler im Länderfinanzausgleich.

Nicht zu vergessen: Das Land der Franken, Schwaben und Bajuwaren ist als Ferienland sehr beliebt – dort machten 2012 allein 4 Millionen Deutsche Urlaub. Das südliche Bay­ern und nicht zuletzt München sind zudem als Wohnsitz attraktiv. Im Gegensatz zum Bund nimmt daher auch die Bevölkerungszahl in Bayern weiter zu.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene

Mehr auf iwkoeln.de