Grafikstrecke Lesezeit 1 Min. Lesezeit 1 Min.

Der Arbeitsmarkt in Deutschland

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist in den vergangenen zehn Jahren rapide gesunken: von knapp fünf Millionen im Jahr 2005 auf weniger als drei Millionen Erwerbslose. Diese Entwicklung verlief allerdings alles andere als gleichmäßig – besonders stark sank die Arbeitslosigkeit im Osten.

Kernaussagen in Kürze:
  • Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist rapide gesunken.
  • Seit 2005 ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten vor allem in Bayern und Niedersachsen stark gestiegen.
  • Im Landkreis Erding kamen zwischen 2005 und 2014 fast 50 Prozent Beschäftigte hinzu.
Zur detaillierten Fassung

Im thüringischen Kyffhäuserkreis etwa betrug die Arbeitslosenquote vor einer Dekade fast 25 Prozent und war damit deutschlandweit die höchste, heute sind in dieser Region nur noch 11 Prozent der Erwerbspersonen arbeitslos gemeldet.

Obwohl der Osten Deutschlands beim Abbau der Arbeitslosigkeit enorme Fortschritte erzielen konnte, hat sich dies nicht in gleichem Maß auf die Beschäftigung ausgewirkt: Die hat sich seit 2005 unterdurchschnittlich entwickelt, was vor allem am demografischen Wandel liegt. Seit der Wiedervereinigung gehen die Geburtenzahlen in Ostdeutschland zurück, außerdem gab es große Abwanderungsbewegungen gen Westen.

Ältere Arbeitsuchende konnten dagegen von der demografischen Entwicklung profitieren. Zwischen 2005 und 2013 ist die Zahl der 55- bis 65-Jährigen in Deutschland um gut 13 Prozent beziehungsweise um 1,25 Millionen Personen gewachsen. Deshalb ist die Zahl der Arbeitslosen innerhalb dieser Altersgruppe seit langem recht stabil. Mit 580.000 ist sie heute genauso hoch wie im Jahr 2005, und das, obwohl Änderungen beim Renteneintrittsalter und bei der Frühverrentung im vergangenen Jahrzehnt zu steigenden Beschäftigungsquoten unter den älteren Arbeitnehmern geführt haben.

Ein Blick auf die Beschäftigungsentwicklung insgesamt zeigt, dass seit 2005 vor allem in den Flächenländern Bayern und Niedersachsen die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stark gestiegen ist. Ein regelrechtes Beschäftigungswunder fand im Landkreis Erding statt, wo zwischen 2005 und 2014 fast 50 Prozent Beschäftigte hinzukamen – was in erster Linie auf das rasante Wachstum des Flughafens München sowie auf die boomende Landeshauptstadt zurückzuführen ist.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene

Mehr auf iwkoeln.de