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Büffeln für den Beruf

Die Lust am Lernen im Erwachsenenalter ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Dabei gilt: Je höher der Berufsabschluss, desto größer die Ambitionen, sich weiterzubilden.

Kernaussagen in Kürze:
  • Die Lust am Lernen im Erwachsenenalter ist in den vergangenen Jahren gestiegen: Je höher der Berufsabschluss, desto größer die Ambitionen.
  • Je höher der berufliche Abschluss, desto eher nehmen Personen an betrieblicher Weiterbildung teil.
  • Je größer das Unternehmen, desto größer der Einfluss auf die Fortbildungsaktivitäten.
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Chinesisch büffeln, Präsentationstechniken verfeinern oder Excel-Kenntnisse vertiefen: Der Erwerb von Zusatzqualifikationen ist Trend. So hat sich 2012 jeder zweite Erwachsene in Deutschland weitergebildet – so viele wie noch nie. Dies geht aus dem Adult Education Survey hervor, der die Weiterbildungsambitionen in der Bundesrepublik seit 1979 ermittelt. Die Weiterbildungsaktivitäten werden dabei folgendermaßen unterschieden:

  1. Auf die nicht-berufsbezogene private Weiterbildung entfielen im Jahr 2012 rund 18 Prozent aller Lernveranstaltungen.
  1. Die individuelle berufsbezogene Weiterbildung machte zuletzt 13 Prozent aller Weiterbildungsmaßnahmen aus. Dazu zählen alle Aktivitäten, die zwar berufliche Gründe haben, aber weder während der Arbeitszeit erfolgen noch vom Arbeitgeber finanziert werden.
  1. Die betriebliche Weiterbildung schließlich umfasst Kurse und Seminare, die komplett oder teilweise während der Arbeitszeit stattfinden und vom Arbeitgeber finanziert werden. Auch das gezielte Lernen am Arbeitsplatz – etwa das Einweisen durch Kollegen und Vorgesetzte – zählt dazu. Die betriebliche Weiterbildung ist mit 69 Prozent aller Weiterbildungsaktivitäten das größte Segment.

Doch obwohl die betriebliche Weiterbildung am weitesten verbreitet ist, begeistern sich nicht alle gleich stark für sie (Grafik):

Je höher der berufliche Abschluss, desto eher nehmen Personen an betrieblicher Weiterbildung teil.

So qualifizierten sich zuletzt nur 18 Prozent der Personen ohne Berufsabschluss weiter, wohingegen 53 Prozent der Meister und Fachschulabsolventen für den Beruf büffelten.

Auch die Unternehmensgröße hat Einfluss auf die Fortbildungsaktivitäten. Je größer das Unternehmen, desto größer das Engagement: So beteiligen sich in Betrieben mit bis zu zehn Beschäftigten nur 36 Prozent der Belegschaft an betrieblicher Weiterbildung, in großen Betrieben mit 1.000 und mehr Mitarbeitern sind es 63 Prozent.

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