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Boom im Web

Die Einnahmen auf dem deutschen Online-Werbemarkt sind im vergangenen Jahr erstmals über die Marke von 1 Milliarde Euro gestiegen. Fast alle anderen Werbeträger mussten dagegen kräftige Umsatzrückgänge hinnehmen.

Kernaussagen in Kürze:
  • Die Einnahmen auf dem deutschen Online-Werbemarkt sind im vergangenen Jahr erstmals über die Marke von 1 Milliarde Euro gestiegen.
  • Mit Einnahmen von rund 4 Milliarden Euro blieb das Fernsehen 2012 die beliebteste Werbeplattform in Deutschland.
  • Die Netto-Werbeeinnahmen von Online-Angeboten lagen im Jahr 2012 bei gut 1 Milliarde Euro – das waren 57 Prozent mehr als 2007.
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Wenn Reklame kommt, zappen wir weg, behaupten viele Fernsehzuschauer. Und trotzdem ist das TV weiterhin das meistgefragte Werbemedium (Grafik):

Mit Einnahmen von rund 4 Milliarden Euro blieb das Fernsehen 2012 die beliebteste Werbeplattform in Deutschland – auch wenn die Nettoerlöse seit 2007 um 2,5 Prozent gesunken sind.

Im Internet funktioniert Werbung anders als im TV. Entweder man klickt sie weg oder sie ist als Banner beim Surfen allgegenwärtig. Doch ob so oder so – das Web ist der Werbe-Überflieger der vergangenen Jahre:

Die Netto-Werbeeinnahmen von Online-Angeboten lagen im Jahr 2012 bei gut 1 Milliarde Euro – das waren 57 Prozent mehr als 2007.

Online-Werbung greift auf Daten zurück wie die Surfprofile der Nutzer oder ihre Ortsangaben. Dadurch kann die Werbung individueller zugeschnitten werden und ist entsprechend effektiver. Ein Markt der Zukunft. Denn schon 2017 soll weltweit mehr als die Hälfte der Haushalte über einen mobilen Internetzugang verfügen, so die Prognose der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers.

Neben dem Online-Bereich konnten 2012 lediglich Fernsehen, Hörfunk und Filmtheater ihre Werbeeinnahmen im Vergleich zum Vorjahr steigern – aber nur leicht. Tageszeitungen und Publikumszeitschriften wie Programmzeitschriften und Unterhaltungsmagazine sind weiterhin die großen Verlierer. Die Werbeeinnahmen der Tageszeitungen gingen zuletzt um 9 Prozent zurück, die der Publikumszeitschriften um mehr als 11 Prozent. In den vergangenen fünf Jahren verloren beide sogar jeweils fast 30 Prozent.

Am meisten geworben wird übrigens für Handelsorganisationen wie Lebensmitteldiscounter oder Elektrohändler und für Autos. Damit ist Deutschland der viertgrößte Werbemarkt der Welt – hinter den USA, Japan und China.

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