Arbeitsmarkt 12.09.2013 Lesezeit 1 Min Lesezeit 1 Min

Berufsausbildung oft Fehlanzeige

Ausländer haben es hierzulande auf dem Arbeitsmarkt schwerer als Deutsche. Vielen fehlt eine berufliche Ausbildung.

Kernaussagen in Kürze:
  • Ausländer haben es hierzulande auf dem Arbeitsmarkt schwerer als Deutsche - vielen fehlt eine berufliche Ausbildung.
  • Ausländer sind rund doppelt so oft arbeitslos wie Deutsche.
  • Türken stellen 140.000 der insgesamt 460.000 arbeitslosen Ausländer; an zweiter Stelle folgen die Italiener mit 29.000 Arbeitslosen.
Zur detaillierten Fassung

Ausländer sind rund doppelt so oft arbeitslos wie Deutsche. Während die Arbeitslosenquote im Juni 2012 insgesamt 6,6 Prozent betrug, waren es bei Personen ohne deutschen Pass 13,9 Prozent. Immerhin konnten Ausländer auch vom Aufschwung am Arbeitsmarkt profitieren: Seit 2005 sank ihre Arbeitslosenquote um ein Drittel, die der Deutschen allerdings um mehr als 40 Prozent.

Der Grund für die deutlichen Unterschiede liegt vor allem in den verschiedenen Qualifikationen: Rund ein Viertel der ausländischen Beschäftigten besitzt keine abgeschlossene Berufsausbildung (Deutsche: 8 Prozent).

Die Arbeitslosigkeit verteilt sich allerdings ganz unterschiedlich auf die einzelnen Nationalitäten – sowohl absolut als auch relativ betrachtet:

Türken stellen 140.000 der insgesamt 460.000 arbeitslosen Ausländer. An zweiter Stelle folgen die Italiener mit 29.000 Arbeitslosen.

Die höchsten Arbeitslosenquoten – auf Basis von sozialversicherungspflichtig Beschäftigten – haben allerdings Menschen aus dem arabischen Raum (Grafik). Sie wandern in der Regel nicht aus beruflichen Gründen nach Deutschland ein.

Staatsangehörige der osteuropäischen EU-Beitrittsländer kommen dagegen auf dem deutschen Arbeitsmarkt recht gut zurecht. Rumänen sind sogar seltener arbeitslos als Deutsche.

Das könnte Sie auch interessieren

Meist gelesen

Mehr auf iwkoeln.de