Fukushima 03.03.2016 Lesezeit 1 Min Lesezeit 1 Min

Beben ohne Folgen

Freitag, 11. März 2011, 14:46 Uhr Ortszeit: In Japan bebt die Erde. Die Erschütterungen, die auf der Richterskala für Erdbeben eine Stärke zwischen Acht und Neun erreichen, lösen einen Tsunami mit bis zu zehn Meter hohen Flutwellen aus. In der Folge fallen in zwei japanischen Atomkraftwerken die Kühlsysteme aus.

Kernaussagen in Kürze:
  • Listenelement
Zur detaillierten Fassung

Samstag, 12. März 2011, 16:56 Uhr: Japans Atombehörde stuft den Vorfall im AKW Fukushima-1 auf der von Null bis Sieben laufenden Skala für nukleare Ereignisse mit Vier ein – als „Unfall“. 13 Minuten später rät der damalige deutsche Außenminister Guido Westerwelle von nicht erforderlichen Reisen nach Japan ab.

Sonntag, 13. März 2011: Die japanischen Behörden lassen Jodpillen verteilen und kündigen an, alle Menschen im 20-Kilometer-Radius von Fukushima zu evakuieren.

28. März 2011: In Deutschland demonstrieren bundesweit rund 250.000 Menschen gegen Atomkraft.

Ende April 2011: Die Bundesregierung erörtert den Atomausstieg.

26. Mai 2011: Die Schweiz beschließt die Energiewende. Bis 2034 sollen die fünf Atomkraftwerke im Land abgeschaltet werden.

30. Mai 2011: Die schwarz-gelbe Koalition in Berlin beschließt ebenfalls den Atomausstieg: Bis 2022 soll der letzte deutsche Meiler vom Netz.

August 2015: Japan kehrt zur Atomkraft zurück. Nach dem Reaktorunfall in Fukushima hatte das Land alle 48 Reaktoren zur Überprüfung abgeschaltet, nun geht das erste Kernkraftwerk wieder ans Netz. Laut Umfragen ist mehr als die Hälfte der japanischen Bürger gegen die Wiederinbetriebnahme der Kernkraftwerke. In Fukushima ist es nach dem 11. März 2011 in drei der vier Reaktoren zur Kernschmelze gekommen. Rund um den Krisenmeiler sind mehr als 140.000 Menschen evakuiert worden. Die japanische Regierung geht davon aus, dass die Menschen bis März 2017 wieder in ihre Häuser zurückkehren können.

Das könnte Sie auch interessieren

Meist gelesen

Mehr auf iwkoeln.de