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Ostdeutschland Lesezeit 2 Min.

Ausländische Fachkräfte sind wichtig für die Wertschöpfung im Osten

In den ostdeutschen Bundesländern gehen altersbedingt und durch Abwanderung zunehmend Arbeitskräfte verloren. Ausländische Beschäftigte schließen einen Teil dieser Lücke und tragen damit entscheidend zur Wertschöpfung vor Ort bei. Um den Wohlstand dauerhaft zu sichern, ist eine verstärkte Zuwanderung von Arbeitskräften aus Drittstaaten zwingend nötig.

Kernaussagen in Kürze:
  • Ostdeutschland hat ein Arbeitskräfteproblem: Durch den demografischen Wandel gingen dem Arbeitsmarkt in den vergangenen Jahren Tausende Beschäftigte verloren.
  • Ausländische Beschäftigte schließen diese Lücke zum Teil. Im Jahr 2025 waren sie für 10,5 Prozent der Wertschöpfung verantwortlich – das entspricht einem Wert von 68,3 Milliarden Euro.
  • Sollte es nicht gelingen, ausländische Arbeitskräfte in größerem Maße anzuwerben, drohen in Ostdeutschland nicht nur Wohlstandsverluste, sondern möglicherweise auch Versorgungsengpässe, beispielsweise in der Pflege.
Zur detaillierten Fassung

Ostdeutschland hat ein Arbeitskräfteproblem: Von Dezember 2023 bis Dezember 2025 haben die fünf Flächenbundesländer und Berlin per saldo rund 141.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit deutscher Staatsangehörigkeit vorwiegend durch Renteneintritt verloren. Das entspricht einem Beschäftigungsrückgang von 2,5 Prozent. Demgegenüber steht ein Plus bei der Zahl der Beschäftigten ohne deutsche Staatsangehörigkeit von 90.000. Dadurch ist die Arbeitskräftebasis im betrachteten Zeitraum unterm Strich nur um 0,8 Prozent zurückgegangen.

Ausländische Beschäftigte waren im Jahr 2025 in Ostdeutschland für 10,5 Prozent der Wertschöpfung verantwortlich – das entspricht einem Wert von 68,3 Milliarden Euro.

Die sinkende Zahl an Arbeitskräften mit deutscher Staatsangehörigkeit ist – mit Ausnahme von Berlin – kein kurzfristiger Trend, sondern schon seit vielen Jahren zu beobachten. Entsprechend dieser Ab- und Zugänge hat sich auch die Zusammensetzung der Belegschaften verändert:

Der Anteil der nicht deutschen Staatsangehörigen an der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in Ostdeutschland lag im Dezember 2025 bei 13,3 Prozent, zehn Jahre zuvor waren es erst 4,8 Prozent.

Wenn mehr ausländische Staatsbürger arbeiten, wirkt sich das zwangsläufig auch auf die Wertschöpfungsanteile aus (Grafik):

Im Jahr 2025 waren Beschäftigte ohne deutschen Pass in Ostdeutschland für 10,5 Prozent der Wertschöpfung verantwortlich – das entspricht einem Wert von 68,3 Milliarden Euro.

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Nimmt man noch die indirekten und induzierten Effekte wie beispielsweise die Konsumausgaben der Beschäftigten hinzu, erhöht sich der Beitrag der Personen ohne deutschen Pass zur Wertschöpfung auf 92,4 Milliarden Euro.

Viele dieser Arbeitskräfte stammen aus Osteuropa. Knapp 30 Prozent der insgesamt 845.000 ausländischen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Ostdeutschland kommen aus Ländern, die der EU seit dem Jahr 2004 beigetreten sind. Da aus diesen Staaten inzwischen mehr Menschen in ihre Heimat zurückkehren, als neue nach Deutschland kommen, muss sich die Suche nach Arbeitskräften auf außereuropäische Drittstaaten konzentrieren. Sollte es nicht gelingen, ausländische Arbeitskräfte in größerem Maße anzuwerben, drohen in Ostdeutschland nicht nur Wohlstandsverluste, sondern möglicherweise auch Versorgungsengpässe, beispielsweise in der Pflege.

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