IW-Verbandsumfrage 2014 Lesezeit 2 Min. Lesezeit 1 Min.

Ausgeprägter Optimismus

Die deutschen Wirtschaftsverbände sehen dem neuen Jahr überwiegend zuversichtlich entgegen. Für ihre Mitgliedsunternehmen erwarten die meisten bessere Geschäfte und auch etwas höhere Investitionen als 2013.

Kernaussagen in Kürze:
  • Die deutschen Wirtschaftsverbände berichten von einer besseren Stimmung in ihren Unternehmen als zuvor.
  • In zahlreichen Wirtschaftszweigen rechnen die Unternehmen mit einem Produktions- und Umsatzzuwachs.
  • In 16 Branchen dürfen die Unternehmen ihr Investitionsbudget aufstocken.
Zur detaillierten Fassung

Der Aufwärtstrend in der deutschen Wirtschaft ist nicht zu übersehen – 26 von 48 Verbänden, die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) befragt hat, berichten zum Jahreswechsel 2013/2014 von einer besseren Stimmung in ihren Unternehmen als ein Jahr zuvor (Tableau). Nur in sieben Bereichen hat sich die Laune verschlechtert.

Beim Blick nach vorn hellen sich die Mienen sogar noch weiter auf:

In 34 von 48 Wirtschaftszweigen rechnen die Unternehmen für 2014 mit einem Produktions- bzw. Umsatzzuwachs gegenüber 2013.

Maßgeblich für diesen Optimismus dürfte sein, dass die Inlandskonjunktur robust ist und im Euroraum viele Zeichen auf Besserung stehen. Daran ändern auch schwächere Wachstumsimpulse aus den Schwellenländern Asiens und Süd­amerikas sowie der unklare Kurs der deutschen Energiepolitik nur wenig.

Daher werden die Betriebe in den meisten Wirtschaftssparten 2014 wohl zumindest in gleichem Maße investieren wie im vergangenen Jahr.

In immerhin 16 Branchen dürften die Unternehmen ihr Investitionsbudget sogar aufstocken.

Ein großes Beschäftigungsplus ist damit aber nicht verbunden – die Zahl der Branchen, die einen Personalaufbau bzw. -abbau erwarten, hält sich mit jeweils zehn die Waage.

Die Perspektiven einiger wichtiger Wirtschaftsbereiche im Einzelnen:

  1. Finanzsektor. Die einzelnen Verbände beurteilen ihre Aussichten recht unterschiedlich. So blicken die Unternehmen im Bereich Leasing mit Vorfreude auf 2014 – nicht zuletzt die Expansion des Leasings mobiler Investitionsgüter wie Computersoftware dürfte dazu führen, dass die Geschäfte der Branche deutlich besser laufen als zuletzt. Dagegen sind die Volksbanken eher pessimistisch, unter anderem weil die niedrigen Zinsen ihre Margen schmälern. Zudem wird die Finanzbranche als Ganzes 2014 zwar mehr investieren als 2013, dennoch gehen drei der sechs Verbände von einem Beschäftigungsrückgang aus.
  2. Maschinenbau. Die Unternehmen dieser Branche sind zuversichtlich: Wichtige Märkte wie China und die USA bieten gute Wachstumschancen, und auch die Exporte nach Europa dürften wieder zulegen, wenn auch von einem bescheidenen Niveau aus. Die wichtigsten Impulse kommen allerdings aus dem Inlandsgeschäft – dass die Firmen in anderen Wirtschaftsbereichen einigen Nachholbedarf an Investitionsgütern haben, kommt gerade den Maschinen- und Anlagenbauern zugute.
  3. Bauindustrie. Vor allem weil die Bürger angesichts günstiger Kredite weiterhin auf das Eigenheim setzen, rechnet die Baubranche 2014 mit besseren Geschäftsergebnissen. Mittelfristig sind die Erwartungen allerdings eher verhalten.

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