Zusatzqualifikationen Lesezeit 1 Min. Lesezeit 1 Min.

Ausbildung XL

Für viele Unternehmen ist es mittlerweile schwierig, überhaupt noch Auszubildende zu finden. So gab es Ende September 2012 33.200 freie Ausbildungsstellen, aber nur 15.700 unversorgte Bewerber. Eine Möglichkeit für Firmen, im Wettbewerb um junge Leute zu punkten, ist das Angebot von Zusatzqualifikationen.

Kernaussagen in Kürze:
  • Für viele Unternehmen ist es mittlerweile schwierig, überhaupt noch Auszubildende zu finden.
  • Eine Möglichkeit für Firmen, im Wettbewerb um junge Leute zu punkten, ist das Angebot von Zusatzqualifikationen.
  • Im Jahr 2011 nahmen in Deutschland 83.300 Auszubildende an einer Zusatzqualifikation teil – das waren 28 Prozent mehr als noch 2004.
Zur detaillierten Fassung

Während einer kaufmännischen Ausbildung auch Technikwissen zu erwerben oder eine technische Ausbildung mit einem Fremdsprachenkurs zu kombinieren – das sind nur zwei Beispiele für mögliche Zusatzqualifikationen. Diese Maßnahmen werden während der dualen Ausbildung durchgeführt, gehen jedoch über deren originären Inhalt hinaus.

Bei den jungen Leuten kommt die "Ausbildung XL" sehr gut an:

Im Jahr 2011 nahmen in Deutschland 83.300 Auszubildende an einer Zusatzqualifikation teil – das waren 28 Prozent mehr als noch 2004.

Die zusätzlichen Angebote lohnen sich sowohl für den Nachwuchs als auch für die Unternehmen. Durch die Zusatzqualifikationen können Azubis die Ausbildungsinhalte nach ihren eigenen Interessen erweitern. Besonders beliebt sind Qualifikatio­nen mit internationaler oder technischer Ausrichtung: Zuletzt entschied sich mehr als die Hälfte der teilnehmenden Azubis für eine Zusatzqualifikation in diesen beiden Bereichen (Grafik). Da die Qualifikationen zertifiziert werden können, profitieren die jungen Leute auch nach ihrer Ausbildung davon – sie können am Arbeitsmarkt mit ihren zusätzlichen Fähigkeiten punkten.

Insgesamt boten 2011 knapp 16.200 Betriebe rund 2.200 verschiedene Modelle an. Die Unternehmen nutzen diese Maßnahmen vor allem, um leistungsstärkere Jugendliche für eine Ausbildung zu gewinnen. Gut 24 Prozent der ausbildenden Betriebe hatten solche Aufbauangebote für Jugendliche mit Fachhochschul- oder allgemeiner Hochschulreife im Repertoire, 16 Prozent boten eine "Ausbildung XL" für Jugendliche mit Hauptschulabschluss an.

Mithilfe von Zusatzqualifikatio­nen lassen sich aber auch die steigenden Anforderungen der Unternehmen an die Stammbelegschaft erfüllen. Den Betrieben eröffnet sich so die Möglichkeit, ihre Aus- und Weiterbildung stärker zu verzahnen und Fachkräfteengpässen noch früher entgegenzuwirken.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene

Mehr auf iwkoeln.de