IW-Verbandsumfrage Lesezeit 2 Min. Lesezeit 1 Min.

Aufschwung allenthalben

Die deutsche Wirtschaft startet mit viel Zuversicht in das Jahr 2018. Der Aufwärtstrend erfasst inzwischen die große Mehrheit der Branchen. Zudem wird die Konjunktur robuster, weil die Investitions- und die Beschäftigungsperspektiven deutlich besser sind als vor einem Jahr.

Kernaussagen in Kürze:
  • Trotz politischer Unsicherheiten ist der Aufwärtstrend der deutschen Wirtschaft robust.
  • Die Mehrzahl der 48 vom IW befragten Wirtschaftsverbände blickt optimistisch auf das Jahr 2018.
  • Die Aussichten könnten sogar noch besser sein, wenn es in Deutschland nicht an Fachkräften mangeln würde.
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Ob Brexit-Wirrwarr, Trump-Gepolter oder GroKo-Geschacher – nichts scheint die deutsche Wirtschaft derzeit aus der Bahn werfen zu können. Jedenfalls sprechen 26 der 48 Verbände, die das Institut der deutschen Wirtschaft regelmäßig befragt, von einer verbesserten Geschäftslage im Vergleich zum Jahreswechsel 2016/2017. Und der Blick nach vorn verheißt ebenfalls viel Gutes (Grafik):

Gut zwei von drei Wirtschaftsverbänden erwarten, dass ihre Unternehmen 2018 mehr produzieren beziehungsweise höhere Umsätze erzielen werden als 2017.

Ergebnisse der Befragung von 48 deutschen Wirtscahftsverbänden

Damit ist das Spektrum der zuversichtlichen Branchen nochmals breiter als zum Jahresbeginn 2017. Allerdings gehen nur die Stahl- und Metallverarbeitung sowie die Bauindustrie von einer wesentlich höheren Produktion im Jahr 2018 aus. Auf der anderen Seite rechnen aber auch lediglich noch zwei Branchen damit, dass die Geschäfte schlechter laufen – vor zwölf Monaten waren es acht.

Viel Zuversicht: Laut IW-Verbandsumfrage erwarten gut zwei Drittel der Wirtschaftsverbände in Deutschland steigende Umsätze im Jahr 2018.

Die Produktionsaussichten der deutschen Wirtschaft könnten sogar noch besser sein, wenn der Fachkräftemangel nicht so manchen Personalchefs einen Strich durch die Rechnung machen würde (siehe: „MINT-Arbeitskräfte: Die Lücke weitet sich“). Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern bleibt jedenfalls hoch:

Immerhin 19 Verbände gehen für das neue Jahr von einem Beschäftigungszuwachs in ihren Unternehmen aus – nur 9 Wirtschaftszweige halten einen Personalabbau für wahrscheinlich.

Zur Jahreswende 2016/2017 standen den 15 Branchen, die mehr Stellen schaffen wollten, noch 12 mit Kürzungsplänen gegenüber.

Erfreulicher als vor einem Jahr sind auch die Investitionsperspektiven. Waren damals nur 18 Wirtschaftsverbände optimistisch, erwarten nunmehr 24, dass ihre Ausgaben für neue Maschinen, Produktionsanlagen, Software etc. 2018 steigen. Lediglich der Bergbau und die Keramische Industrie werden im neuen Jahr voraussichtlich weniger investieren. Ansonsten wollen im Verarbeitenden Gewerbe vor allem die großen Branchen – der Maschinen- und Anlagenbau, die Elektroindustrie, die Autohersteller und die Chemie – ihre Investitionsbudgets aufstocken. Generell sind die höheren Investitionen der Unternehmen auch auf den Trend zur Digitalisierung zurückzuführen.

 

Die IW-Verbandsumfrage für 2018 interaktiv

Um zur interaktiven Grafik der IW-Verbandsumfrage zu gelangen, klicken Sie bitte die Voransicht an:

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