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Auch im Alter wissbegierig

Berufsanfänger mit ihrem frischen Wissen von der Uni oder der Berufsschule sind das eine – gestandene Mitarbeiter und ihre langjährige Erfahrung das andere. Das wissen die Unternehmen – und profitieren davon, dass sich immer mehr Mitarbeiter auch im Alter weiterbilden.

Kernaussagen in Kürze:
  • Jahrzehntelang war es gang und gäbe, dass sich ältere Erwerbstätige deutlich seltener weitergebildet haben als jüngere - das hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend geändert.
  • Mehr als die Hälfte aller Erwerbstätigen im Alter von 18 bis 64 Jahren hat im vergangenen Jahr eine Weiterbildung gemacht.
  • Bei den 60- bis 64-Jährigen beträgt die Weiterbildungsquote 46 Prozent – ein Plus von 14 Prozentpunkten innerhalb weniger Jahre.
Zur detaillierten Fassung

Jahrzehntelang war es gang und gäbe, dass sich ältere Erwerbstätige deutlich seltener weitergebildet haben als jüngere. Das hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend geändert – Weiterbildungen sind mittlerweile bei Jung und Alt die Regel und nicht die Ausnahme:

Mehr als die Hälfte aller Erwerbstätigen im Alter von 18 bis 64 Jahren hat im vergangenen Jahr eine Weiterbildung gemacht.

In der Gruppe der 25- bis 49-Jährigen nahmen bis zu 60 Prozent an solchen Maßnahmen teil, bei den Jüngeren waren es mehr als 50 Prozent (Grafik). Hier liegt die Erstausbildung allerdings auch noch nicht so lange zurück:

Bei den 60- bis 64-Jährigen beträgt die Weiterbildungsquote 46 Prozent – ein Plus von 14 Prozentpunkten innerhalb weniger Jahre.

In den Unternehmen kommen die bildungshungrigen älteren Mitarbeiter gut an, denn in Zeiten des Fachkräftemangels gewinnt die betriebliche Weiterbildung immer mehr an Bedeutung.

Eine Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat ergeben, dass lediglich rund 15 Prozent der Unternehmen glauben, die Weiterbildung Älterer rentiere sich weniger als die der Jüngeren. Zwei Drittel der Betriebe wollen vielmehr das wertvolle Wissen und die Erfahrungen ihrer älteren Mitarbeiter im Unternehmen behalten und so an jüngere weitergeben.

Befragungen älterer Erwerbstätiger durch das Bundesinstitut für Berufsbildung zeigen, dass sich sechs von zehn älteren Beschäftigten keine speziellen Weiterbildungsangebote für ihre Altersgruppe wünschen. Ältere Menschen lernen zwar anders als jüngere und bevorzugen Formen und Inhalte des Lernens, die stärker auf den bereits vorhandenen Fähigkeiten aufbauen – sie wollen aber nicht unter sich, sondern in gemischten Teams lernen.

Dabei wollen sich die älteren Semester in erster Linie zusätzliches berufliches Wissen aneignen. Besonders gefragt sind Kommunikations- und Persönlichkeitstrainings, aber auch Weiterbildungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik.

Weitere Informationen gibt es unter: www.kompetenzzentrum-fachkraeftesicherung.de

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