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54, 74, 90 …2014?

Wer wird am Ende jubeln – die brasilianische Seleção, die deutschen Adler oder doch wieder die Furia Roja Spaniens? Bei der Welt­meisterschaft in Brasilien gibt es viele Titelanwärter. Aber es geht nicht nur um Ruhm und Ehre, sondern auch um viel Geld – für die nationalen Verbände und den Fußball-Weltverband FIFA.

Kernaussagen in Kürze:
  • Wer wird am Ende der Fussball-WM jubeln – die brasilianische Seleção, die deutschen Adler oder doch wieder die Furia Roja Spaniens?
  • Die Vermarktung der Fernsehrechte zur WM hat im Geschäftsjahr 2013 rund 600 Millionen Dollar in die Kasse der FIFA gespült, für die Marketingrechte flossen weitere 400 Millionen Dollar.
  • Falls Deutschland im Juli in Brasilien Weltmeister werden sollte, will der Deutsche Fußball-Bund (DFB) jedem Nationalspieler 300.000 Euro als Prämie zahlen.
Zur detaillierten Fassung

Nach der WM 1978 in Argentinien kommt der Fußballtross zum ersten Mal wieder nach Südamerika: 32 Nationen kämpfen bis zum 13. Juli in Brasilien um den begehrten goldenen WM-Pokal. Dabei ist der Gastgeber Brasilien bei den einschlägigen Wett­anbietern mit einer Quote von 1:4 als Top-Favorit gesetzt, gefolgt von Deutschland und Argentinien mit je 1:6. Absoluter Außenseiter ist Honduras mit einer Quote von 1:1.501. Aber nicht nur die Tipper hoffen auf einen Geldsegen, auch Gastgeber Brasilien, die FIFA (Fédération Internationale de Football Association) und die nationalen Fußballverbände wollen profitieren.

Als Ausrichter der WM fließt eine stattliche Summe in die Kasse der FIFA: Im Geschäftsjahr 2013 erzielte der Weltverband Erträge von knapp 1,4 Milliarden Dollar. Fast 90 Prozent davon – gut 1,2 Milliarden Dollar – stehen in direktem Zusammenhang mit der WM:

Die Vermarktung der Fernsehrechte zur WM hat im Geschäftsjahr 2013 rund 600 Millionen Dollar in die Kasse der FIFA gespült, für die Marketingrechte flossen weitere 400 Millionen Dollar.

Aktuellen Schätzungen der FIFA zufolge belaufen sich die Einnahmen aus TV-Rechten, Vermarktung, Lizenzen und anderen Quellen bei der WM in Brasilien auf 3,1 Milliarden Euro – also rund 4,2 Milliarden Dollar. Solche Summen kommen nur zusammen, weil Fußball-Weltmeisterschaften mittlerweile die größten TV-Sportereignisse der Welt sind: Das Endspiel des Sommer­märchens 2006 in Deutschland sahen mehr als 715 Millionen Menschen, das Turnier in Südafrika vor vier Jahren wurde auf 245 Kanälen in 204 Länder übertragen.

Den Einnahmen stehen für das FIFA-Geschäftsjahr 2013 Ausgaben von mehr als 1,3 Milliarden Dollar gegenüber. Gut 70 Prozent davon steckt der Weltverband direkt wieder in die schönste Nebensache der Welt. So zahlt die FIFA allein 576 Millionen Dollar an die teilnehmenden Verbände: Dem Weltmeister winkt ein Preisgeld von 35 Millionen Dollar und selbst jene Teams, die bereits in der Gruppenphase ausscheiden, bekommen immerhin noch 8 Millionen Dollar (Grafik).

Zusätzlich erhält jeder Verband 1,5 Millionen Dollar als Beitrag zu den Vorbereitungskosten. Weitere 170 Millionen Dollar fließen als Entschädigung an die Vereine – dafür, dass sie Spieler für das WM-Turnier freistellen, und für den Fall, dass diese sich verletzen und deshalb eine Zeit lang nicht spielen können.

Falls Deutschland im Juli in Brasilien Weltmeister werden sollte, will der Deutsche Fußball-Bund (DFB) jedem Nationalspieler 300.000 Euro als Prämie zahlen. Wird die deutsche Mannschaft Vize-Weltmeister, erhält jeder Kicker 150.000 Euro. Für den Einzug ins Halbfinale gibt es je 100.000 Euro. Damit liegt der Etat des DFB für die WM in Brasilien insgesamt bei maximal 22 Millionen Euro.

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